Warum wir den finalen Film nicht der KI überlassen
Über Werkzeuge, Verantwortung und den Unterschied zwischen Entwurf und Werk.
Redaktion
Unsere Redaktion arbeitet nach journalistischen Standards – unabhängig davon, ob am Ende eine Dokumentation, eine Reportage oder ein Markenfilm steht. Diese Seite beschreibt, wie wir vorgehen und woran wir uns binden.
Wir trennen vier Arbeitsphasen sauber voneinander, weil jede eine andere Haltung verlangt: Neugier beim Scouting, Skepsis in der Recherche, Formwillen in der Konzeption, Disziplin in der Produktion. Erst wenn eine Phase belastbar abgeschlossen ist, beginnt die nächste.
Vier Säulen
Wir beobachten Märkte, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur und suchen nach Bewegungen, bevor sie Konsens sind. Jeder Vorschlag wird intern gegen drei Fragen geprüft: Was ist neu? Wen betrifft es? Lässt es sich zeigen?
Quellenarbeit mit mindestens zwei unabhängigen Belegen für tragende Aussagen, Hintergrundgespräche, Dokumenteneinsicht und Gegenrecherche. Was sich nicht belegen lässt, fällt raus – auch wenn es die schönere Szene wäre.
Aus dem Material entsteht ein Erzählwinkel: Figuren, Konflikt, Struktur, Bildsprache, Länge. Das Konzept wird schriftlich fixiert und mit Auftraggebern und Sendern abgestimmt, bevor Technik disponiert wird.
Regie, Kamera, Ton, Schnitt und Postproduktion setzen das Konzept um. Die Redaktion bleibt bis zur Abnahme im Prozess und prüft die Sendefassung gegen die Faktenlage.
Sechs Grundsätze, an die sich jede Produktion des Hauses hält.
Tragende Aussagen brauchen belastbare Quellen. Wir dokumentieren sie intern nachvollziehbar – auch Jahre nach der Ausstrahlung.
Wer kritisiert wird, wird gehört. Wir holen Stellungnahmen ein, bevor ein Film fertig ist, nicht danach.
Auftragsproduktionen werden als solche kenntlich gemacht. Redaktionelle Formate nehmen keine inhaltlichen Weisungen von Werbekunden an.
Jede Sendefassung durchläuft eine abschließende Prüfung von Zahlen, Zitaten, Namen und Bildzuordnungen.
Ein Termin ist kein Argument. Wenn die Faktenlage nicht steht, verschieben wir – oder wir senden nicht.
Wo KI im Prozess mitarbeitet, benennen wir es. Der finale Film bleibt eine reale Produktion.
Notizen aus der Redaktion
Drei Texte über das Handwerk. Keine Fallstudien, keine Kundengeschichten – Methode.
Über Werkzeuge, Verantwortung und den Unterschied zwischen Entwurf und Werk.
Warum die wichtigsten Entscheidungen fallen, bevor jemand eine Kamera anfasst.
Über Vorbereitung, Widerspruch und die Kunst, eine Antwort nicht durchgehen zu lassen.