Formate

Sechs Wege, ein Thema zu erzählen.

Das Format ist keine Verpackung, sondern eine Entscheidung über Nähe, Tempo und Beweislast. Wir wählen es erst, wenn der Stoff verstanden ist.

01

Dokumentarfilm

Die lange Linie.

Der Dokumentarfilm ist unser anspruchsvollstes Format, weil er Zeit sichtbar macht: Entwicklungen, Widersprüche, Menschen, die sich im Verlauf verändern. Wir bauen ihn um eine These, die trägt – und um Figuren, die diese These auf die Probe stellen.

Redaktionell beginnt jede Langform mit einer Materialphase: Quellenlage, Zugänge, Drehorte, rechtliche Prüfung. Erst danach entsteht ein Treatment, das Erzählstränge, Kapitel und Fallhöhe festlegt. Gedreht wird beobachtend, geschnitten wird gegen die eigene Lieblingsversion.

Geeignet für Themen, die mehr als eine Perspektive vertragen: Transformation von Branchen, wissenschaftliche Kontroversen, Unternehmensgeschichten mit Brüchen.

Typische Länge

24–90 Minuten

Ausspielwege

TV, Streaming, Festival, Sender-Plattformen

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02

Studiointerview

Das kontrollierte Gespräch.

Ein Studiointerview ist kein Podcast mit Kameras. Es ist ein dramaturgisch geführtes Gespräch, dessen Substanz vor der Aufzeichnung entsteht: in der Recherche, im Briefing und in der Frageliste, die wir gegen die Antworten testen, bevor sie gestellt werden.

Unser Setup ist ruhig gestaltet: klare Lichtführung, kontrollierter Ton, mehrere Kameraachsen für den Schnitt. Die Redaktion begleitet die Aufzeichnung und greift ein, wenn eine Antwort ausweicht.

Geeignet für Führungsthemen, Fachdiskurse und Formatreihen, die über mehrere Folgen ein Feld erschließen.

Typische Länge

8–45 Minuten, seriell planbar

Ausspielwege

TV, YouTube, Publisher-Umfelder, Audio-Zweitverwertung

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03

Reportage

Nah dran, nicht mittendrin.

Die Reportage lebt vom Ort. Wir gehen dorthin, wo ein Thema physisch stattfindet – in Werkshallen, Labore, Lieferketten, Verwaltungen – und lassen die Situation erzählen, statt sie zu behaupten.

Redaktionell heißt das: kurze Vorlaufzeit, hohe Vorbereitung. Wir klären Zugänge, Persönlichkeitsrechte und Sicherheitsfragen vorab und halten die Fragestellung offen genug, dass die Realität sie korrigieren darf.

Geeignet für aktuelle Anlässe, Prozessgeschichten und Themen, die einen Beleg in Bildern brauchen.

Typische Länge

5–20 Minuten

Ausspielwege

TV-Magazine, Wirtschaftsmedien, Owned Media

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04

Werbe- & Imagefilm

Marke mit Beweislast.

Ein Markenfilm mit redaktionellem Anspruch verzichtet auf Behauptungen, die er nicht zeigen kann. Wir suchen den wahren Kern eines Unternehmens – ein Verfahren, eine Entscheidung, eine Person – und bauen den Film um diesen Kern.

Der Prozess folgt derselben Logik wie im Journalismus: Recherche im Haus, Gespräche jenseits der Marketingabteilung, Faktenprüfung vor dem Dreh. Was am Ende glänzt, muss vorher gestimmt haben.

Geeignet für Positionierung, Recruiting, Messeauftritte und Kampagnen, die länger halten sollen als eine Saison.

Typische Länge

30 Sekunden bis 5 Minuten

Ausspielwege

TV, Paid Social, Website, Messe, Vertrieb

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05

Social-Bewegtbild

Kurz, aber nicht klein.

Vertikale Formate zwingen zur Präzision: Die Aussage steht in den ersten zwei Sekunden oder gar nicht. Wir behandeln sie deshalb nicht als Abfallprodukt eines langen Films, sondern konzipieren sie eigenständig.

Redaktionell arbeiten wir in Serien statt in Einzelstücken: eine Fragestellung, mehrere Folgen, wiedererkennbare Gestaltung. So entsteht Reichweite ohne inhaltliche Verwässerung.

Geeignet für Themensetzung, Employer Branding und die Verlängerung großer Produktionen in den Feed.

Typische Länge

10–90 Sekunden, seriell

Ausspielwege

Instagram, TikTok, LinkedIn, YouTube Shorts

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06

Audio, Podcast & Radio

Erzählen ohne Bild.

Audio ist das ehrlichste Format: Ohne Bild trägt allein die Erzählung. Wir nutzen es für Stoffe, die Zeit und Zwischentöne brauchen – und für Zielgruppen, die nebenbei zuhören, aber genau hinhören.

Die redaktionelle Arbeit unterscheidet sich kaum vom Film: Recherche, Protagonistensuche, Struktur, Fakten­prüfung. Hinzu kommt eine eigene Sorgfalt für Ton, Rhythmus und Pausen.

Geeignet für Interviewreihen, erzählende Serien und Beiträge für Radio und Streaming.

Typische Länge

3–45 Minuten

Ausspielwege

Radio, Podcast-Plattformen, Streaming-Audio

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